Trauerbegleitung
Trauer ist nicht das Problem. Es ist die Lösung.
Als ich meine Ausbildung zum "Sterbebegleiter" gemacht habe, war es mein Wunsch, Menschen eine Unterstützung zu sein, ein wenig die Angst gemeinsam tragen, ein wenig Licht im Raum, ein wenig Zuhoeren, ein wenig Mitfuehlen, ein wenig Menschlichkeit.....
Und dabei ist mir immer mehr klar geworden, dass wir Menschen einander brauchen. Wir sind dafür gemacht, für einander da zu sein. Und es gibt für mich nichts Spannenderes als die Geschichten von Menschen. Und vorallem, wenn sie diese selbst erzählen. Und noch schöner ist es, wenn ich ihnen dabei zuhoeren kann.
Das ist es, worum es mir im Leben geht: Begegnungen, den Mut aufeinander zuzugehen, die Frage: Wie geht es Dir wirklich?
Und genau in diesen Lebenphasen, wenn wir Verluste erfahren, wenn wir krank werden, wenn wir sterben, ist die Einsamkeit am größten. Und sollten wir dann nicht aufeinander zugehen und uns dafür interessieren - für den anderen Menschen?
Und genau das ist mein Ding. Ich möchte den Menschen an ihrem Weg kleiner Lichter anzünden. Ich möchte diese echte Begegnungen schaffen, indem ich die Menschen sehe, indem ich ihnen zuhoere, indem ich in diesen schwierigen Lebensphasen bei ihnen bin.
Für mich ist es die Kunst, diesem trauernden Menschen so zu begegnen, dass er sich gesehen und wertgeschätzt fühlt. Das derjenige SEIN darf, das alles sein darf. Und ich bin dabei und begleite ihn mit meinem Wesen. Ich bin mir bewusst, dass der Mensch selbst am besten weiß, was er jetzt braucht. Der beste Trauerbegleiter ist der Trauernde selbst. Und ich darf ihn dabei unterstützen.
